VERGIFTUNGEN
Ein Biss in Blüten und Blätter kann gefährlich sein: Neugierde, Spieltrieb oder einfach Langeweile verführen unsere vierbeinigen Lieblinge oft dazu, in die schönsten, mit größter Vorsicht gehegten und gepflegten Zimmerpflanzen zu beißen. Neben unserem Unmut über die verunstaltete grüne Wohnzimmer-Dekoration kann dieser Biss noch weit schlimmere Folgen für Mieze & Co haben. Viele hausüblichen Blumenstöcke, sowie deren Gießwasser im Untersetzer, sind nämlich in höchstem Maße giftig.
Unterschiedlich ist auch das Krankheitsbild, das bei Vergiftungen auftreten kann. Von Übelkeit und Erbrechen, über Krämpfe und Atemnot, bis hin zu Kreislaufstörungen und Lähmungserscheinungen können die Symptome reichen. In jedem Fall sollten bei Verdacht auf Vergiftung einige Sofortmaßnahmen eingeleitet werden. Zuallererst muss das Tier am Weiterfressen gehindert werden. Als nächster Schritt sollten Sie unverzüglich mit dem Tierarzt Kontakt aufnehmen. Oft kann durch das rechtzeitige Auslösen von Erbrechen – dies ist mit Hilfe einer Injektion möglich – der giftige Mageninhalt entfernt und somit schlimmeres verhindert werden.
Um gefährlichen Vergiftungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf gefährliche Pflanzen in der Wohnung generell zu verzichten, zumindest aber sollten sie an einer für Hund und Katz’ unerreichbaren Stelle platziert werden. Gerade für Katzen gibt es eine sehr nützliche Alternative zu giftigem Grün: das Katzengras. Diese verträgliche Pflanze verhilft der Katze zur Deckung ihres Rohfaserbedarfes. Allerdings gilt es zu beachten, dass das Katzengras nicht an der Basis zu schimmeln beginnt.
Pflanzen, die für Ihren Liebling gefährlich sind:
Azalee (Rhododendron)
Alpenveilchen (Cyclamen)
Dieffenbachie
Efeu
Farn
Ginster
Gummibaum
Iris
Oleander
Philodendron
Primel
Usambaraveilchen
Weihnachtsstern
Wichtige Telefonnummern:
Tierspital Korneuburg: 02262-75520
Institut für Angewandte Botanik der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Tel.: (01) 25077 DW 3101 od. 3104
Vergiftungszentrale
Tel.: (01) 406 43 43




